Alle Beiträge von Roland Alton-Scheidl

Die Stadt ist unser Garten

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Das Urban-Gardening-Manifest ist eine Initiative von Aktivisten und Aktivistinnen der Berliner Gemeinschaftsgärten Allmende-Kontor, Prinzessinnengarten und Kiezgarten, von Neuland Köln, sowie von “Eine andere Welt ist pflanzbar” und der anstiftung. Es wendet sich an die Bürger vor Ort, an die Stadtplaner und Verantwortlichen auf kommunaler Ebene und richtet sich gegen die Privatisierung des öffentlichen Raums und der öffentlichen Güter.

Dornbirn wird essbar

Rund um das Queerbeet führten einige Masterstudierende der FH Vorarlberg im Frühjahr einige Gespräche, ob es denn nicht noch viel mehr Flächen geben soll, die auch von der Bevölkerung bewirtschaftet werden können.  Es formierte sich eine Gruppe, die ein Konzept ausarbeitete und die Dornbirner Stadtgärtner und Stadträte für sich gewann.

Die Stadtplanung hat beschlossen, eine Pilotfläche nun im Kulturhauspark anzusiedeln. Das ist gut für die Zentralität, Zugänglichkeit und Sichtbarkeit der neuen Fläche. Schön wäre es, wenn auch die Baumbepflanzung in der Stadt auf Obst ausgerichtet wird. Auch wenn es Nüsse, Zwetschken, Kirschen oder Birnen im Supermarkt gibt, schmecken sie sonnengereift und um die Ecke immer noch am besten. Und wenn mal ein paar hängen bleiben, ist es gutes Futter für Vögel. Und es ist eine Vorsorge: falls mal schlechte Zeiten kommen sollten, wird man froh sein, wenn es eine Nahversorgung mit Obst, Beeren und Gemüse gibt. Denn der Selbstversorgungsgrad beträgt in Vorarlberg lediglich 3%.

Mitte November 2018 wurde der VN-Klimaschutzpreis an die Essbare Stadt Dornbirn verliehen, und zwar der erste Preis für die beste Klimaschutzidee verliehen! „Die Essbare Stadt Dornbirn ist ein wichtiger Teil in zukunftsfähigen Green-City-Konzepten“, so ein Auszug aus der Begründung der Jury.

Klimaschutz ist eines der Motive, weshalb wir die doch enorme Arbeit auf uns nehmen, die Essbare Stadt Dornbirn zu initiieren, voran zu bringen und die dafür nötige Unterstützung zu erwirken.  VN-Klimaschutzpreis-Projektleiterin Verena Daum hat es schön auf den Punkt gebracht, als sie meinte: „Sägen wir nicht weiter am Ast auf dem wir sitzen, sondern wählen wir einen Lebensstil zum Wohle aller Wesen […]“ Und dazu gehört unserer Meinung auch, mehr Natur in unsere Städte zu bringen und vor allem Kindern die Chance zu geben, wieder mehr Verbindung zur Natur zu bekommen. Letztlich bedeuten Konsequenzen für die Umwelt auch Konsequenzen für die, die nach uns kommen. So sind wir heute in vielerlei Hinsicht NutznießerInnen der Initiative und Handlungsbereitschaft jener Menschen, die sich für etwas eingesetzt haben, das für sie selber vielleicht gar keinen direkten Wert besaß. Und so möchten auch wir einmal sagen können, Teil der Lösung, nicht des Problems, gewesen zu sein.

Nun geht es darum, das Finanzierungsziel von €15.000 zu erreichen. Jeder – und auch wirklich jeder – Euro zählt!  Hier geht’s zur Finanzierungsseite: https://mit.einander.at/dornbirn

Das nächste Kerngruppentreffen findet am Freitag, den 18. Jänner um 18:00 an der FH Vorarlberg (Treffpunkt Haupteingangstatt. Die Pioniere  kommen zusammen, tauschen sich aus, spinnen Ideen und werkeln an unterschiedlichen Themengebieten. Und fein haben sie’s auch immer! Spontan zu kommen ist auch möglich. Sicher auch dann, wenn im Frühjahr 2019 der öffentliche Gartenbetrieb beginnt!

Queerbeet probieren

Zum Abschluss des Semester laden wir alle ein, die sich für das Projekt interessieren oder eine Patenschaft für eine Pflanze übernehmen wollen.

Donnerstag  6. Juli 2017 16 – 17h
FH Vorarlberg, Queerbeet vor dem Gebäude Achstrasse

Es erwartet euch eine Kostprobe Salat und eine Erfrischung mit Minze.