Dornbirn wird essbar

Rund um das Queerbeet führten einige Masterstudierende der FH Vorarlberg im Frühjahr einige Gespräche, ob es denn nicht noch viel mehr Flächen geben soll, die auch von der Bevölkerung bewirtschaftet werden können.  Es formierte sich eine Gruppe, die ein Konzept ausarbeitete und die Dornbirner Stadtgärtner und Stadträte für sich gewann.

Die Stadtplanung hat beschlossen, eine Pilotfläche nun im Kulturhauspark anzusiedeln. Das ist gut für die Zentralität, Zugänglichkeit und Sichtbarkeit der neuen Fläche. Schön wäre es, wenn auch die Baumbepflanzung in der Stadt auf Obst ausgerichtet wird. Auch wenn es Nüsse, Zwetschken, Kirschen oder Birnen im Supermarkt gibt, schmecken sie sonnengereift und um die Ecke immer noch am besten. Und wenn mal ein paar hängen bleiben, ist es gutes Futter für Vögel. Und es ist eine Vorsorge: falls mal schlechte Zeiten kommen sollten, wird man froh sein, wenn es eine Nahversorgung mit Obst, Beeren und Gemüse gibt. Denn der Selbstversorgungsgrad beträgt in Vorarlberg lediglich 3%.

Mitte November 2018 wurde der VN-Klimaschutzpreis an die Essbare Stadt Dornbirn verliehen, und zwar der erste Preis für die beste Klimaschutzidee verliehen! „Die Essbare Stadt Dornbirn ist ein wichtiger Teil in zukunftsfähigen Green-City-Konzepten“, so ein Auszug aus der Begründung der Jury.

Klimaschutz ist eines der Motive, weshalb wir die doch enorme Arbeit auf uns nehmen, die Essbare Stadt Dornbirn zu initiieren, voran zu bringen und die dafür nötige Unterstützung zu erwirken.  VN-Klimaschutzpreis-Projektleiterin Verena Daum hat es schön auf den Punkt gebracht, als sie meinte: „Sägen wir nicht weiter am Ast auf dem wir sitzen, sondern wählen wir einen Lebensstil zum Wohle aller Wesen […]“ Und dazu gehört unserer Meinung auch, mehr Natur in unsere Städte zu bringen und vor allem Kindern die Chance zu geben, wieder mehr Verbindung zur Natur zu bekommen. Letztlich bedeuten Konsequenzen für die Umwelt auch Konsequenzen für die, die nach uns kommen. So sind wir heute in vielerlei Hinsicht NutznießerInnen der Initiative und Handlungsbereitschaft jener Menschen, die sich für etwas eingesetzt haben, das für sie selber vielleicht gar keinen direkten Wert besaß. Und so möchten auch wir einmal sagen können, Teil der Lösung, nicht des Problems, gewesen zu sein.

Nun geht es darum, das Finanzierungsziel von €15.000 zu erreichen. Jeder – und auch wirklich jeder – Euro zählt!  Hier geht’s zur Finanzierungsseite: https://mit.einander.at/dornbirn

Das nächste Kerngruppentreffen findet am Freitag, den 18. Jänner um 18:00 an der FH Vorarlberg (Treffpunkt Haupteingangstatt. Die Pioniere  kommen zusammen, tauschen sich aus, spinnen Ideen und werkeln an unterschiedlichen Themengebieten. Und fein haben sie’s auch immer! Spontan zu kommen ist auch möglich. Sicher auch dann, wenn im Frühjahr 2019 der öffentliche Gartenbetrieb beginnt!

Essbare Stadt

Dornbirn – unsere Stadt wird essbar

Das Queerbeet ist Vorbild für das Projekt “Essbare Stadt in Dornbirn“, das Antworten auf viele der Fragen unserer Zeit hat: In einer Zeit, in der Schlagworte wie Bienen-, Vogel- und Insektensterben, Psychische Belastungsstörungen und Burnout, Natur-Defizite bei Kindern, Schnelllebigkeit und Stress, Digitale Medien-Sucht, Bodenversiegelung, Feinstaubbelastung in aller Munde sind, stellt dieses Projekt eine große – und im Wesentlichen einfach umsetzbare – Chance dar.

Nähre Infos und Mitmachmöglichkeiten unter:

http://queerbeet.labs.fhv.at/essbare-stadt-dornbirn/

https://www.essbare-stadt.com

Auf in die nächste Runde!

Schluss mit Winterschlaf!

Wir freuen uns, dass endlich der Frühling im Ländle eingekehrt ist. Alles blüht und sprießt. Auch bei uns, im FH Garten „Queerbeet“.

Was das für uns genau bedeutet?

Schubkarre, Schaufel, Gießkanne in die Hand und raus ins Freie! Mit viel Elan und Motivation wurden die Beete bereits auf Zack gebracht und die ersten Erdbeeren, Karotten, Radieschen sowie weitere Genüßlichkeiten gepflanzt und gesät.

Hier ein Einblick und Impressionen aus unserem Gemeinschafts-Garten. Wer in der nächsten Zeit mit Hand anlegt, wird spätestens im Herbst bei der Ernte reich belohnt!

 

Aumerksamkeit und Gänsehaut

Ein kurzer Bericht über eine Begegnung heute, am 30. Juni 2017 am Queerbeet.

Zwei Damen betrachten interessiert das Queerbeet.  Nach einer kurzen Erklärung waren die zwei Damen von diesem schulischen Projekt hell auf begeistert und fragten, ob sich “Aussenstehende” daran auch beteiligen könnten. Nach dem ihnen erklärt wurde, daß das eigentlich der Sinn und Zweck dieses Projektes ist und sie sich beteiligen können, schlug die Begeisterung in Partizipation um. Frau Anna und Frau Frieda ernteten ein wenig Salat für sich und meinten, sie werden morgen einige andere Setzlinge mitbringen und diese als Beitrag zum Queerbeet einpflanzen. Zudem ließen sie sich noch die Stelle zeigen, an welcher man Wasser zum Gießen holen kann, falls in den Ferien niemand da ist und den Garten pflegt. Sie kommen ja ohnehin täglich auf ihrem Spaziergang vorbei. Frau Anna erklärte noch, daß sie früher einen schönen Garten hatte, aber jetzt in einer Wohnsiedlung wohnt und ihren Garten vermisst. Frau Anna wurde gesagt, daß sie jetzt eben einen Garten habe und sie meinte: “Jetzt bekomme ich vor Freude gerade eine Gänsehaut!” und zeigte ihren Unterarm.

 

Queerbeet probieren

Zum Abschluss des Semester laden wir alle ein, die sich für das Projekt interessieren oder eine Patenschaft für eine Pflanze übernehmen wollen.

Donnerstag  6. Juli 2017 16 – 17h
FH Vorarlberg, Queerbeet vor dem Gebäude Achstrasse

Es erwartet euch eine Kostprobe Salat und eine Erfrischung mit Minze.

Erste Ernte

Das erwartet Euch!

Queerbeet ist ein Projekt des Masterstudiengangs Intermedia Sommersemester 2017 im Seminar “Humanökologie”.  MasterstudentInnen sollten als praktischen Beitrag ihren Campus  mitgestalten. Es wird grüner, bunter, vielfältiger und intermedial verwurzelter und  alles ist zu genießen – wenn auch nicht nur durch den Mund. Nase, Auge und synaptische Aktionen sind immer dabei.

Aus Paletten werden Hochbeete, aus grüner Wiese werden Blumen- und Gemüsebeete und aus ca. 1600 Samen und Pflanzensetzlingen wird ein kleines Gartenparadies. Buschbohnen,  Sonnenblumen, Sommerblumen für Bienen, Kapuzinerkresse, Mangold, Spinat, Kürbis, Weißkraut, Rotkraut, Rote Beete,  Zucchini, Paprika, Gurke, Kohlrabi & Kohl, Spitzkraut für den Herbst, schnelle Radieschen für schnellen Pass-Bye, wuchtige Tomaten, flächiger Spinat und Mangold, kühle Salate  und allerlei Kräuter für die Küche oder die Gesundheit, wie Salbei, Kamille, Oregano, Thymian, Rosmarin und noch so einiges mehr… sind zu entdecken.

Queerbeet ist nicht einfach ein Nacheifern der momentanen Trends wie Urban- oder Guerillagardening, Permakultur, Zurück zur Natur und so so. Es ist ein Versuch die eigene Umwelt so zu gestalten – zu designen, dass es für alle zum Nutzen ist. Das ist und soll Design sein, welches wir gelehrt bekommen wollen und welches wir weitergeben wollen.

Nehmet und esset vom Queerbeet!

PS: Seid gespannt! Diese Seiten sind wie eine Pflanze im Queerbeet, am wachsen und wachsen und wachsen. Ein Besuch lohnt sich online  virtuell und natürlich real am Campus der FH Vorarlberg in Dornbirn – achseitig. Seid Willkommen!